Frage nach Stundenaufwand für die IT für das komplette Jahr

Mitglied: imebro

imebro (Level 2) - Jetzt verbinden

2021/01/13 um 13:27 Uhr, 1607 Aufrufe, 17 Kommentare, 1 Danke

Liebe User,

unsere Geschäftsführung stellte mir eben ernsthaft die Frage, wie hoch ich den Stundenaufwand für unseren IT-Dienstleister im kompletten Jahr 2021 einschätzen würde.

Zunächst einmal war ich doch eher verwirrt, denn - wie soll man diese Frage beantworten?
Ich kam dann zu dem Schluss, dass darauf keine seriöse Antwort möglich ist.

Wie würdet Ihr das sehen?
Ist diese Frage auch aus Eurer Sicht unmöglich zu beantworten... und wenn doch... nur unseriös?

Sorry wegen dieser eher aussergewöhnlichen Frage, aber mich würde einfach Eure Antwort hierzu mal interessieren :-) face-smile

Grüße,
imebro
Mitglied: SlainteMhath
2021/01/13 um 13:31 Uhr
Moin,

kA was euer IT Dienstleister für euch macht...

Ich würde rechnen (bzw. schätzen):
Geplanter Aufwand für Projekte + Sonstiger ungeplanter Aufwand aus Vorjahr*1,1 (bzw. mal geplantes Wachstum)

lg,
Slainte
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Mitglied: Doskias
2021/01/13 um 13:35 Uhr
Moin,

das kommt auf eure Umgebung an. Ich hatte Kunden, da war ich "einmal die Woche 6 Stunden", Projekte wurden separat angeboten. Der Aufwand ist leicht zu berechnen. Allerdings sind dann da auch noch nicht so dinge drin wie "Wir haben uns grade einen Verschlüsselungstrojaner installiert, weil wir dazu gehören wollten" (Wörtliche Aussage des Chefs, der es mit dem nötigen Sarkasmus hingenommen hat), wo man dann sofort kommen muss. Grade in der IT ist der Aufwand immer schwer zu kalkulieren, egal intern wie auch extern. Wir sind Anfang Januar und keiner Weis was alles auf uns zu kommt. Öffentliche Verwaltungen, die Ihr IT-Budget 2 bis 3 Jahre im Vorfeld angeben müssen, kennen das Problem.

Gruß
Doskias
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Mitglied: Hubert.N
2021/01/13 um 13:41 Uhr
Moin

... wieso fragt Deine GF nicht einfach Deine Buchhaltung? Die werden ja für das Jahr 2020 Daten haben und man kann doch wohl aus dem Einen das Andere ableiten!?

Gruß
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Mitglied: wiesi200
2021/01/13 um 13:44 Uhr
Hallo,

ich finde die Frage jetzt nicht außergewöhnlich. Musste heute auch meine "geschätzten" Kosten für dieses Jahr abgeben. Gehört zur Planung dazu, sind aber als Richtwerte anzusehen die man dann über das Jahr hinweg auch bei bedarf berichtigt. War auf 10min erledigt.
Im Endeffekt musst du dir die Vorjahre ansehen und dann schauen was ihr vor habt. Komplexe Projekte sind da aber eigentlich außen vor.

Rede doch einfach noch mal mit deinem Chef was er da genau haben will und wie exakt das sein muss.
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Mitglied: IT-Prof
2021/01/13 um 13:55 Uhr
Ja, habe diese Aufgabe seit November aufm Tisch. Ich habe aber dazu ein Herr an Controllern zur Unterstützung.

Sind denn alle geplanten Aufgaben und Projekte schon bekannt und genehmigt? Wie ist in der Vergangenheit die Wartung und die vorbeugende Wartung gehandhabt worden?
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Mitglied: NordicMike
2021/01/13 um 13:56 Uhr
Zumal gibt es ja auch verschiedene Pakete, inkl Bereitschaft und Hotline.

Der reine Administrationsaufwand dürfte bei fremden Geräten und Netzwerken auch deutlich höher sein, als bei Geräten und Netzwerken, die vom Dienstleister selbst installiert wurden.
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Mitglied: jrglndmnn
2021/01/13, aktualisiert um 14:21 Uhr
Wenn Ihr ein Ticketsystem habt, könnte das als Datengrundlage dienen. Dann schaust du dir die Trends an und stellst so Prognosen. Das sind aber Zahlen, die dann davon ausgehen, dass es eine kontinuierliche Entwicklung ohne grössere Änderungen in der System- oder Softwarelandschaft gibt und ebenso (der Corona-Moment) von den Unternehmensüblichen Mitarbeiterschwankungen und Branchenüblichen Aufwänden ausgehen.
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Mitglied: StefanKittel
2021/01/13 um 14:11 Uhr
Hallo,

Du nimmst die Zahlen von 2020 und überlegst Dir ob es in 2021 eher mehr oder weniger wird.
Wie sieht es mit Projekten und Migrationen aus.
Dazu 10% Reserve und good to go.

Stefan
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Mitglied: imebro
2021/01/13, aktualisiert um 15:13 Uhr
Hallo und danke für die zahlreichen Antworten.

Sorry - ich hätte noch ein paar Angaben dazu machen sollen. Wollte das Ganze aber garnicht so aufbauschen...

Wir sind ein 12-Männiken-Unternehmen und unser IT-ler ist Anfang 2020 überstürzt gegangen (worden...).
Ich habe dann die IT übernommen, da ich hier der Einzige bin, der sich noch wenigstens etwas mit EDV auskennt.
Da der Vorgänger NICHTS!!! (wirklich gar nix) irgendwie od. irgendwo dokumentiert hat, schwammen wir zunächst mal völlig im dunklen Brei herum. Deshalb haben wir dann einen IT-Dienstleister beauftragt, der mittlerweile 10 Monate lang dabei ist, alles aufzubröseln. Mittlerweile sind wir zu einem großen Teil durch, aber noch immer tauchen offene Fragen auf.

Daher wäre ein Vergleich zu 2020 unrealistisch, da der Stundenaufwand da EXTREM hoch war, was in Zukunft sicher nicht mehr sein wird.
Geplante Projekte gibt es hier nicht, da wir ja nur so klein sind... außer einem Datenlöschkonzept gem. DSGVO. Aber auch hier wurde noch nix konkret geplant und der IT-Dienstleister weiß noch nichts davon.

Das ist so der Grund, warum ich hier aus meiner Sicht eigentlich kaum eine seriöse Antwort geben kann und werde das der GF wohl auch so mitteilen müssen, wenn ich ehrlich bleiben will.

Eure Antworten haben bisher dennoch geholfen, da ich mal so einen Überblick erhalten habe, was im Normalfall alles nötig ist :-) face-smile

Grüße,
imebro
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Mitglied: StefanKittel
2021/01/13 um 15:34 Uhr
Hallo,

dann setze Dich mit dem Dienstleister zusammen.
Die sollten ihre Tätigkeiten dokumentiert haben und zwischen Migration und Tagtäglich unterscheiden können.
Zumindest grob.

Auch können die aus Erfahrung vermutlich Kosten für Wartung und Betreuung benennen.

Das sollte reichen um einen Anhaltspunkt zu haben.
Dein Chef muss ja auch planen können.

Stefan
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Mitglied: Vision2015
2021/01/13 um 15:38 Uhr
moin..
Zitat von imebro:

Hallo und danke für die zahlreichen Antworten.

Sorry - ich hätte noch ein paar Angaben dazu machen sollen. Wollte das Ganze aber garnicht so aufbauschen...

Wir sind ein 12-Männiken-Unternehmen und unser IT-ler ist Anfang 2020 überstürzt gegangen (worden...).
ach ja... da war was :-) face-smile
Ich habe dann die IT übernommen, da ich hier der Einzige bin, der sich noch wenigstens etwas mit EDV auskennt.
nun ja... :-) face-smile
Da der Vorgänger NICHTS!!! (wirklich gar nix) irgendwie od. irgendwo dokumentiert hat, schwammen wir zunächst mal völlig im dunklen Brei herum. Deshalb haben wir dann einen IT-Dienstleister beauftragt, der mittlerweile 10 Monate lang dabei ist, alles aufzubröseln. Mittlerweile sind wir zu einem großen Teil durch, aber noch immer tauchen offene Fragen auf.
äh... was habt ihr den so alles an Servern und Geräte?
du willst mir jetzt nicht weißmachen das ein IT-Dienstleister 10 Monate lang dabei ist, alles aufzubröseln?!?!
und noch nicht mal fertig ist.... was habt ihr an EDV.. mahr als 400 Server und Geräte?

Daher wäre ein Vergleich zu 2020 unrealistisch, da der Stundenaufwand da EXTREM hoch war, was in Zukunft sicher nicht mehr sein wird.
Geplante Projekte gibt es hier nicht, da wir ja nur so klein sind... außer einem Datenlöschkonzept gem. DSGVO. Aber auch hier wurde noch nix konkret geplant und der IT-Dienstleister weiß noch nichts davon.

Das ist so der Grund, warum ich hier aus meiner Sicht eigentlich kaum eine seriöse Antwort geben kann und werde das der GF wohl auch so mitteilen müssen, wenn ich ehrlich bleiben will.
frag doch mal deinen IT-Spezi wie hoch der Wartungsaufwand wird für 2021 wird... und was noch für Baustellen anliegen ( DSGVO und dergleichen lassen wir mal wech)
er wird ja wissen, was gewartet werden muss, und wie lange er dafür braucht.
und er wird ja auch wissen, das im Mai 500 KAV Lizenzen gebraucht werden, der Mailstore einen aktuellen wartungsvertrag hat, der verlängert werden will, und welche lüfter in den Servern etc... getauscht werden wollen, und wann adobe und Microsoft 365 fällig ist für 12 User... etc...
also meine kunden wollen genau das jedes jahr von uns wissen.... und nach 10 Montaen sollte er dir das auch sagen können!


Eure Antworten haben bisher dennoch geholfen, da ich mal so einen Überblick erhalten habe, was im Normalfall alles nötig ist :-) face-smile

Grüße,

Frank
imebro
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Mitglied: NordicMike
2021/01/13 um 18:40 Uhr
gegangen worden

Eigentlich gehört alles neu installiert. Wenn der "Gegangene" sauer ist, könnte er Euch ein Ei legen.
Man muss gut überlegen ob man hier einem vertrauen kann, dass er nichts anstellen wird.
Sobald alles neu installiert ist, hat der IT Dienstleister gar nicht mehr so viel Arbeit.
Dann sehr ihr auch welche Lizenzen fehlen.
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Mitglied: Milord
2021/01/13 um 21:41 Uhr
Je mehr du schreibst, desto mehr Fragezeichen habe ich im Gesicht.
Also hat ein Dienstleister (eine Person) 10 Monate Vollzeit gebraucht um eure Landschaft zu dokumentieren? Das wären günstig gerechnet 80-100k € gewesen.
Ich müsstet ja eigentlich den Aufwand für normale Betreuung und Support locker schätzen können.
12 Mitarbeiter = 12 Rechner
Dazu vielleicht 2-4 Server, wenn’s hochkommt.
Das war’s, das ist doch kein Hexenwerk. Ihr müsstet ja anhand eurer Rechnungen nachvollziehen können, was für Dokumentationen und was für Supportaufkommen draufgegangen ist. Dann schätzt man das eben für 2021.
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Mitglied: Franz-Josef-II
2021/01/14 um 11:39 Uhr
Servas

Ich würde mir die letzten 5 Jahre anschauen, wieviel Stunden wurden da verechnet? Wenn die so +/- 10% gleich sind einfach den Mittelwert oder den höchsten Wert nehmen + irgendwelche geplanten Veränderungen? Das dazurechnen und paßt schon.

Oder es ist höchst unterschiedlich, dann die Planungen hernehmen + Daumen * π * Seitenwind = Ergebnis ;-) face-wink
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Mitglied: imebro
2021/01/14 um 11:43 Uhr
Hallo an Euch und danke für die weiteren Posts.

Ich hatte es befürchtet, denn es sollte eigentlich gar nicht so aufgebauscht werden.
Das, was hier seit Anfang 2020 alles passiert ist, da der Vorgänger NICHTS dokumentiert hatte (keine Logins für versch. Server, keine Aufstellung über Programme, hunderte Zugänge die ohne Passwörter nicht genutzt werden konnten.... etc.). Da hatte ich, aber auch der Dienstleister sehr viel zu tun und natürlich nicht als Vollzeitjob, sondern immer nur dann, wenn ich nicht mehr weiter kam.

Aber das ist ja gar nicht das Thema.

Da eben das Jahr 2020 so extrem war, haben wir eben KEINEN Anhalt, wie es in diesem Jahr aussehen könnte und was noch auf uns zukommt. Es tauchen auch jetzt immer wieder noch Fragen auf, die dadurch entstehen, dass der Vorgänger (IT) nichts dokumentiert hat.
Für die normalen Arbeiten des IT-Dienstleisters haben wir einen Wartungsvertrag. Die spielen hier gar keine Rolle.

Aber ich habe ja nun einige Tipps von Euch erhalten und das hilft mir schon.

Danke dafür...

Grüße,
imebro
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Mitglied: Dr.Bit
2021/01/15 um 08:11 Uhr
Ich würde die Rechnungen vom Dienstleister raussuchen, dann gucken, was einmalige Aktionen waren um den Murks des Vorgängers gerade zu ziehen und Diese dann von den Stunden abziehen. Dann hast Du schon einmal einen Anhalt, was das "Übliche" angeht. Dann noch neue Projekte und Aufgaben abschätzen und zusätzlich noch 50-100 Std. (je nachdem wie groß Euer Betrieb ist) als Sicherheit drauf.

🖖
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Mitglied: Carsqul
2021/01/15 um 10:35 Uhr
Hallo imebro,

- Inventarisierung vornehmen (IT-Istzustand) ist dann gleichzeitig eine Dokumentation
- Infrastruktur-Analyse (wie alt ist das System, welcher Investitionsrückstand besteht)
- Gerade Projekte mit einrechnen (Systemwechsel zb. ServerOS etc)
- Wartungsaufwand beziffern.
- ... die Liste geht echt weit wenn man möchte.

pn wenn du nähere infos brauchst oder Unterstützung

beste Grüße
Carsqul
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