Datenskandale IT Konzerne - Welche Maßnahmen habt ihr persönlich getroffen. ?

Mitglied: istike2

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21.12.2018 um 10:34 Uhr, 1591 Aufrufe, 21 Kommentare

Hallo,

das Jahr 2018 war - ähnlich wie die Jahre davor - ziemlich voll mit Datenskandalen der großen IT Konzerne ...

Als Folge
- uns schon vor Jahren von Facebook verabschiedet
- wir haben dieses Jahr mehr und mehr zu den Messengern Viber und Wire gewechselt
- Ich habe vor einigen Wochen meinen Google Account gelöscht
- Ich werde jetzt zum Jahresende auch mein Amazon Account kündigen / löschen.

Hat jemand noch ähnliche "Protesaktionen" gestartet oder wie geht ihr mit dem Thema um?
Wir versuchen aus den großen "Datensammelbecken" uns mehr und mehr zurückzuziehen.

Vielen Dank für eure Meinungen.

Gr. I.
Mitglied: Vision2015
21.12.2018 um 10:45 Uhr
moin...
Zitat von istike2:

Hallo,

das Jahr 2018 war - ähnlich wie die Jahre davor - ziemlich voll mit Datenskandalen der großen IT Konzerne ...
jo...

Als Folge
- uns schon vor Jahren von Facebook verabschiedet
ist eh nur murks...
- wir haben dieses Jahr mehr und mehr zu den Messengern Viber und Wire gewechselt
intern? extern nutzen wir SMS... oder den Messenger der 3CX
- Ich habe vor einigen Wochen meinen Google Account gelöscht
da habe ich eh nur ca 200 Fake Accounts... bei irgendwelchen webmailern etc...
- Ich werde jetzt zum Jahresende auch mein Amazon Account kündigen / löschen.
nun ja.. was soll das bringen, nix mehr einkaufen?

Hat jemand noch ähnliche "Protesaktionen" gestartet oder wie geht ihr mit dem Thema um?
Protesaktionen machen keinen sinn... die meisten Daten und Bilder haben die User ja selber hochgeladen... also selber schuld!
Wir versuchen aus den großen "Datensammelbecken" uns mehr und mehr zurückzuziehen.
was ja einfach ist... nutzt nur was gebraucht wird!

Vielen Dank für eure Meinungen.

Gr. I.
Frank
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Mitglied: St-Andreas
21.12.2018 um 11:12 Uhr
Keine Maßnahmen bezüglich der Skandale die eigentlich keine sind, da alles vorhersehbar war.
Eines muss ja jedem klar sein: Alles was den Profit/Umsatz steigert wird auch gemacht.
Das ergibt sich unmittelbar aus unserer Wirtschaftsordnung.
Darüber hin gilt: Was immer angreifbar ist, wird angegriffen und was auswertbart ist, wird ausgewertet.
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Mitglied: istike2
21.12.2018, aktualisiert um 11:26 Uhr
Hi Frank,

vielen Dank für deine Rückmeldung.

intern? extern nutzen wir SMS... oder den Messenger der 3CX
Einfach im Team bzw. in meinem Freundeskreis ... Es gibt also keine extern / intern.

nun ja.. was soll das bringen, nix mehr einkaufen?
Ich denke bei großen Anbietern kaufen oder nicht kaufen geht weit über das Thema online Shopping hinaus. Amazon ist ja kein online Buchhändler. Ähnlich wie Google sind sie inzwischen in allen Ecken der Wirtschaft und sie sind nicht neutral. All diese Konzerne haben eine gesellschaftliche Vision und wesentlich mehr Daten als je eine Diktatur hätte davon früher träumen können. Für mich zeigen die Datenskandale von FB, dass die gesammelte Rohdaten an andere Konzernen geschenkt / verkauft oder von der Politik bei Bedarf auch erzwungen werden können. Die großen Datenbanken werden also mehr und mehr miteinander verknüpft was natürlich zu einer riesigen Missbrauchpotenzial führt.

Nur angemeldet sein bedeutet schon Rohdaten zu produzieren, die nie gelöscht werden. Je mehr wir sehen, in welche Richtung die AI-Forschung von Amazon, Facebook, Google geht umso sparsamer müssen wir mit unseren Rohdaten umgehen. Google wird ja sein AI mit dem gesamten Content des Internets füttern, mit all unseren Kommentaren und Likes, Suchhistorie und DNS Anfragen. Ich hoffe nur, dass es in der westlichen Welt noch eine Weile nicht so passiert wie in China, wo der Staat viel mehr Zugriff auf die Daten hat als hier.

Sollte sich die EU in eine Diktatur umwandeln, würden sich Google und Co. nicht aus dem Markt zurückziehen sondern mit der politischen Macht einigen. In den USA genauso. In diesem Fall wären wir dankbar so intransparent zu sein wie es nur möglich ist.

Protesaktionen machen keinen sinn... die meisten Daten und Bilder haben die User ja selber hochgeladen... also selber schuld!

Unter Protestaktion meine ich einfach nicht mehr mitmachen zu wollen. Und nein, die User waren zwar naiv aber nicht schuld. Daten zu verkaufen oder verschenken oder weit mehr sammeln als erlaubt ist Betrug und eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Jetzt, wo alles klar ist, sind die User natürlich schuld, wenn sie nichts machen ...

was ja einfach ist... nutzt nur was gebraucht wird!

Klar, es ist aber meine Entscheidung was ich brauche. Ich muss also bewusst Entscheidungen treffen und nach Alternativen suchen. Bei Amazon ist es nicht so schwierig aber bei Google habe ich einige Tage gegrübelt, ob ich den Google Playstore wirklich brauche oder nicht. Am Ende war alles halb so schlimm aber diese Entscheidung muss man zuerst treffen.

Gr. I.
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Mitglied: Lochkartenstanzer
21.12.2018 um 12:17 Uhr
Moin,

egal wo Du Dich überall abmeldest und "Löschen" läßt. Du hast genug Kontakte, die Deine Daten den Datenkraken übergeben. Du müßtest alles außer Papier abschaffen.

lks
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Mitglied: Lochkartenstanzer
21.12.2018 um 12:18 Uhr
Moin,

Zitat von Vision2015:

- Ich werde jetzt zum Jahresende auch mein Amazon Account kündigen / löschen.
nun ja.. was soll das bringen, nix mehr einkaufen?

Es soll ja angeblch so komische Gebäude geben, in die man reingeht und dort Ware gegen Bargeld bekommt.

lks
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Mitglied: ashnod
21.12.2018 um 12:22 Uhr
Ahoi ...

Zitat von istike2:
Unter Protestaktion meine ich einfach nicht mehr mitmachen zu wollen. Und nein, die User waren zwar naiv aber nicht schuld. Daten zu verkaufen oder verschenken oder weit mehr sammeln als erlaubt ist Betrug und eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Jetzt, wo alles klar ist, sind die User natürlich schuld, wenn sie nichts machen ...

Ich für meinen Teil bin mir des Risikos zwar durchaus bewusst, aber da ich auf einige Dienste nicht verzichten möchte muss ich wohl damit leben wie es ist.

Das Problem hänge ich allerdings eher an dem Punkt auf, dass alle Dienste möglichst kostenlos angeboten werden sollen und hier kann sich jeder nur selbst Hinterfragen wie ein Unternehmen mit so vielen Diensten seine Mitarbeiter und die Technik dahinter finanzieren soll.

An Dienste die ich bezahlen muss, stelle ich selbstverständlich andere Anforderungen und habe durchaus höhere Erwartungen.
Das ist dann auch legitim.

Nicht umsonst sind alte Weisheiten immer wieder zutreffend: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.

Frohe Festtage
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Mitglied: istike2
21.12.2018 um 13:19 Uhr
Zitat von Lochkartenstanzer:

egal wo Du Dich überall abmeldest und "Löschen" läßt. Du hast genug Kontakte, die Deine Daten den Datenkraken übergeben. Du müßtest alles außer Papier abschaffen.

Wir haben langsam erreicht, dass keiner meiner Freunde auf Facebook ist (ca. 30-40 Personen).
Ich muss Twitter noch aus beruflichen Gründen in Kauf nehmen.
Ich denke aber, dass wir diese Abhängigkeiten langsam auflösen können.

Gr. I.
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Mitglied: AnkhMorpork
21.12.2018, aktualisiert um 13:34 Uhr
Nicht umsonst sind alte Weisheiten immer wieder zutreffend: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.

Müßig, darüber nachzudenken, wohin man einem geschenkten Barsch nicht schauen sollte ...

Sorry, aber nach der Steilvorlage musste der jetzt sein.


Schöne Feiertage und senkrechten Übergang!
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Mitglied: TD-Fusion
21.12.2018, aktualisiert um 14:59 Uhr
Hi,

ich bin auch für etwas mehr Verhaltenssensibilisierung.
Bei den meisten Ausreden, weil derjenige sich damit bereits abgefunden hat, ist nur zu sagen, das es Ausreden bleiben.
Denn wenn niemand der erste ist oder keiner vorbildlich Vorangeht, wird es auch keine Änderung geben.
Sogar im Gegenteil. Es wird so schlimm, bis Gegenwind kommt.
Die Datenkraken nehmen immer Schweigen als Zustimmung und versuchen die Schmerzgrenzen auszunutzen.
- Wenn keiner dagegen ist sind alle dafür.

Konnte bereits einige davon überzeugen bereits jetzt etwas zu tun und ein Signal zu setzen.
Folgende Lösungen sind bei mir und Umkreis in Verwendung:

- Signal-Messenger (Optional: Komplett isoliert auf einen eigenen Server/NAS)
- K9-Mail & Firefox Klar
- Boxcryptor für die Datenverschlüsselung zur Speicherung in Clouds
- Nextcloud (Selfhosted auf QNAP/Synology/RPi) mit WebDav (zur Synchronisation von Kontakte/Kalender) und spDyn
- Firefox mit Skriptblocker-, IP-Verschleierungs- und Server-Location-Addons
- ProtonMail E-Mailadresse für Anmeldungen bei OnlineServices
- pfSense (Firewall) / Pi-hole (Ad-Blocker im gesamten Heimnetz)


MfG
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Mitglied: Lochkartenstanzer
21.12.2018, aktualisiert um 15:01 Uhr
Zitat von ashnod:

Nicht umsonst sind alte Weisheiten immer wieder zutreffend: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.


Der Spruch ist Blödsinn. Denn manchmal ist die "Entsorgung" des Gauls teurer als der Gaul wert ist. Manchmal kann man nicht mal mehr Salami daraus machen.

lks
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Mitglied: ukulele-7
21.12.2018 um 16:39 Uhr
Ich finde es wichtig das man auch im kleinen Maßstab Konsequenzen zieht, insofern begrüße ich prinzipielle Aktionen auch wenn sie leider ohne Effekt bleiben.

Privat:
Ich habe nie FB genutzt, Whatsapp habe ich allerdings. Viel geht über Threema aber leider gibt es Personenkreise da stößt das nicht auf Interesse. Ich werde versuchen mal wieder jemandem zum Umsteigen zu bewegen, immer ein guter Vorsatz.

Amazon werde ich noch stärker meiden aber ganz ohne geht es nicht.

Betrieblich:
Amazon ist leider für jeden Kleinscheiss zu haben. An einer "hohen" Bestellung (~5000 Euro) sind sie dieses Jahr glorreich gescheitert, jeder Versuch das mit Kreditkarte zu bezahlen war ein Desaster. Vielleicht kann ich den Kleinscheiss reduzieren aber realistisch betrachtet geht das von meiner Seite aus sowieso nur mit IT-Equitment und das beschaffe ich fast nie bei Amazon.

Mit der nächsten Neugestaltung unserer Homepage werde ich einen Wechsel von Domainfactory fordern.

Ich würde sehr gerne die seit kurzem genutzte Telekom Deutschland Cloud wieder verlassen. Ich sehe da aber noch technische Probleme, ich glaube nicht das wir das freiwillig tun. Vielleicht müssen wir ja...
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Mitglied: ashnod
21.12.2018 um 17:08 Uhr
Moin ...

Zitat von Lochkartenstanzer:

Zitat von ashnod:

Nicht umsonst sind alte Weisheiten immer wieder zutreffend: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.


Der Spruch ist Blödsinn. Denn manchmal ist die "Entsorgung" des Gauls teurer als der Gaul wert ist. Manchmal kann man nicht mal mehr Salami daraus machen.

An dem Spruch ist soviel wahres .... wenn man den historischen Hintergrund betrachtet ohnehin ...
Wir sind eine Wegwerfgesellschaft (merkt man an deiner Entsorgung) früher wäre der Gaul auf jeden Fall in Form von Kalorien genutzt worden ... Salami geht immer ... wenn nicht freuen sich zumindest die Hunde

Keine Ahnung warum man hier immer denkt man muss eine tolle Trotzaktion daraus machen ... wenn man ohne auskommt einfach nicht nutzen ... Ist die einzige logische Konsequenz.

Aber Geiz ist Geil ... will haben .... aber nichts geben ... passt halt einfach nicht ...

Unternehmen sind nun mal keine Wohlfahrtseinrichtungen!

Festliche Grüße
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Mitglied: 114380
22.12.2018 um 01:01 Uhr
Nur mal so am Rande: Wenn du amazon, Google und Microsoft komplett ausweichen möchtest, bleibt dir eigentlich nur ein Weg: shutdown oder wie möchtest du aws, Azure und der googlecloud ausweichen?
Diverse Seiten werden dort gehostet.
Dein Handy kannst du eigentlich auch gleich ausgeschaltet lassen, außer du nimmst irgendein Customrom ohne Google Dienste.
Scriptblocker Schränken das surfverhslten stark ein. Viele deiner Daten werden sie trotzdem haben, da immer jmd sein Adressbuch irgendwo hochlädt und bäähm, schon haben sie u.U. deinen klarkamen, ggf mit Spitznamen, Adresse, Geburtstag etc.
Wenn die „Megakons“ die Daten nicht selben nutzen, lassen sie sich klauen.
Du wirst einfach ineffizienter wenn du z.B. DuckDuckGo nutzt, da das autocomplete fehlt.
Du möchtest bei navisystemen Stau Infos haben? Woher kommen die?
Ich finde es selber sehr schade, aber verhindern lässt es sich nicht, warum sollte ich also auf viele positive Features aus „Datenschutzgründen“ verzichten, wo sie eh die Daten haben? Dann möchte ich sie auch gern selber nutzen, alternativ müssten wir 30 Jahre in die Vergangenheit, wobei...Bäume waren schon schön
Und die paar Nerds werden nichts ändern können, was hat sich nach snowden getan? Nichts!

Sorry nichts für ungut aber ich möchte nicht wie ein Kollege enden, der alles verboten hatte im Browser und sich dann ständig aufregte, dass nichts funktioniert.
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Mitglied: 129580
22.12.2018, aktualisiert um 08:28 Uhr
Hallo,

Nur mal so am Rande: Wenn du amazon, Google und Microsoft komplett ausweichen möchtest, bleibt dir eigentlich nur ein Weg: shutdown oder wie möchtest du aws, Azure und der googlecloud ausweichen?

Gibt auch zahlreiche deutsche Provider.

Diverse Seiten werden dort gehostet.
Dein Handy kannst du eigentlich auch gleich ausgeschaltet lassen, außer du nimmst irgendein Customrom ohne Google Dienste.

Mitn Iphone hat man solch ein Problem nicht :p
Generel wenn man sich ein Apple Gerät erwirbt.

Grundsätzlich gebe ich dir schon Recht. Die Daten werden von den Firmen nicht umsonst dringend benötigt. Andernfalls wären keine genauen Suchergebnisse möglich oder anders gesagt: zahlreiche Dienste würden nicht so wie gewünscht funktionieren. Ich bin ja jetzt nicht voll gegen den Datenschutz. Aber ich finde schon, das an manchen Stellen teilweise extrem übertrieben wird. Wichtig ist natürlich, dass der Endanwender die volle Kontrolle über seine Daten hat. Und solange die Firmen sich an die Datenschutzgesetze halten ist das ja auch alles in Ordnung. Bei Facebook würde ich daher nieemals ein Accout anlegen. Alleine dadurch weil die ganzen Skandale zeigen, dass FB auf Gesetzte scheißt und auch keine Lehre aus einem Vorfall zieht.

Viele Grüße,
Exception
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Mitglied: St-Andreas
22.12.2018 um 09:13 Uhr
Ganz gut zum Thema passend
Das hier
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Mitglied: Lochkartenstanzer
22.12.2018 um 12:13 Uhr
Zitat von 129580:

Mitn Iphone hat man solch ein Problem nicht :p
Generel wenn man sich ein Apple Gerät erwirbt.

Da hast Du nur die illusion, daß die es besser machen, den das zeu gist so verdoongelt, daß man es nciht nachprüfen kann.

lks
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Mitglied: 129580
22.12.2018, aktualisiert um 13:06 Uhr
Zitat von Lochkartenstanzer:

Zitat von 129580:

Mitn Iphone hat man solch ein Problem nicht :p
Generel wenn man sich ein Apple Gerät erwirbt.

Da hast Du nur die illusion, daß die es besser machen, den das zeu gist so verdoongelt, daß man es nciht nachprüfen kann.

lks

Was Datenschutz angeht ist Apple schon sehr vorbildlich. Man konnte schon immer die Telemetriedaten einsehen, die man an Apple schickt.
Auch wurde immer deutlich gefragt, ob dies überhaupt gewünscht wurde. Die Datenschutzeinstellungen sind klar gekennzeichnet.

Abgesehen davon verdient Apple seine Brötchen nicht mit Datenanalyse. Apple hat das bereits mit ein paar Diensten versucht, die allesamt schrottig waren, sodass diese eingestellt wurden.

Per Default ist jegliches Tracking abgeschalter. Nicht so wie bei Windows...
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Mitglied: 114380
22.12.2018 um 18:00 Uhr
Du weißt, bei wem Apple hostet? Meine Aussage bzgl aws war nicht auf Amazon bezogen, sondern aws. Und da kommt man als Consumer kaum um die 3 herum.
Apple geht verantwortungsvoller als andere voran, da gebe ich dir recht, aber wer kann ausschließen, dass Amazon daher nicht genau weiß, allein durch die Metadaten, wer ein AppleUser ist?
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Mitglied: 129580
22.12.2018, aktualisiert 23.12.2018
Du weißt, bei wem Apple hostet? Meine Aussage bzgl aws war nicht auf Amazon bezogen, sondern aws. Und da kommt man als Consumer kaum um die 3 herum.

Warum denkst du, dass es keine Alternativen zu Google Cloud, AWS, oder Azure gibt? Es stimmt schon, dass diese Cloud Provider am größten sind und vor allem die meisten Dienste/Lösungen anbieten. Aber es gibt inzwischen genug Alternativen auf dem Markt. Und nur weil Apple einen Teil seiner iCloud bei Cloud Providern wie AWS oder Google Cloud betreibt, heißt das noch lange nicht, das jede Firma nun gezwungen ist, ebenso zu diesen Cloud Providern zu ziehen. Ob diese Lösung, die diese Cloud Provider anbieten, für den einzelnen Kunden sinnvoll ist, hängt immer noch von dem Anwendungszweck drauf an, wie viele Server und so weiter.

Edit:

omg nun verstehe ich was du meintest. Sorry. Ja stimmt schon. Jeder größerer Betreiber hostet bei den drei großen Providern. Aber die Cloud Provider sind eher nicht das Problem. Siehe unten.

Apple geht verantwortungsvoller als andere voran, da gebe ich dir recht, aber wer kann ausschließen, dass Amazon daher nicht genau weiß, allein durch die Metadaten, wer ein AppleUser ist?

Erstmals darf Amazon bzw. AWS nicht einfach auf Kundenservern zugreifen, ohne die erforderliche Einwilligung des Kundens zu haben. Genauso wenig dass die Firma auf Nutzerdaten zugreifen darf. Siehe den aktuellen Facebook Skandal als Beispiel. Nicht mal die US-Regierung darf auf Daten zugreifen, die in der EU gespeichert sind. Egal ob US-Unternehmen oder nicht. Zumindest nicht ohne entsprechendes Abkommen mit der EU. Siehe CLOUD Act. Und ein solches Abkommen ist nach meines Wissenstand derzeit noch nicht vorhanden.

Das sind die selben Spielregeln die für jeden IT-Dienstleister gelten.
Außerdem sind die Daten in der iCloud verschlüsselt und nur Apple hat den Schlüssel.

Klar kann es nun irgendwelche geheimen Verträge eth. geben, womit Amazon oder irgendwelche andere Firmen Zugriff auf deine Daten hätten, obwohl es gegen zahlreiche Gesetze verstoßen würde.(Zumindest wenn keine Einwilligung des Users vorliegt). Doch ohne irgendwelche Beweise ist das alles nur reine Verschwörungstheorie.
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Mitglied: istike2
23.12.2018, aktualisiert um 22:22 Uhr
Zitat von 129580:

Erstmals darf Amazon bzw. AWS nicht einfach auf Kundenservern zugreifen, ohne die erforderliche Einwilligung des Kundens zu haben. Genauso wenig dass die Firma auf Nutzerdaten zugreifen darf. Siehe den aktuellen Facebook Skandal als Beispiel. Nicht mal die US-Regierung darf auf Daten zugreifen, die in der EU gespeichert sind. Egal ob US-Unternehmen oder nicht. Zumindest nicht ohne entsprechendes Abkommen mit der EU. Siehe CLOUD Act. Und ein solches Abkommen ist nach meines Wissenstand derzeit noch nicht vorhanden.

Aus den Snowden Unterlagen wissen wir, dass die gesetzliche Regelung keine Rolle gespielt hat. Wo es möglich war mit dem jeweiligen TK-Dienstleister zusammenzuarbeiten, haben die Dienste den leichteren Weg gewählt, wo es aber nicht ging, haben einfach alles genommen, was technisch nur möglich war. Auch in der EU ging es so, Dank BND und CO.

Aus meiner Sicht muss man nicht auf Online Handel o. ä. verzichten, wir meiden einfach nur die großen Datensammeldienste:

https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTZkN ...

https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9yd ...

bzw. vermeiden, dass Rohdatenmassen entstehen, die geklaut oder vermarktet werden können:

https://www.youtube.com/watch?v=K36fe7txXhQ

Was wir also zusammenfassend technisch machen:

- Facebook, Amazon, Google sind gelöscht worden
- Wir setzen z. B. auf Viber und Wire statt Facebook und Whatsapp
- Sowohl bei Windows als auch bei Android startet immer VPN (in meinem Fall ExpressVPN)
- Wo VPN nicht möglicht ist, benützen wir zumindest Secure DNS von OpenDNS, Cloudflare und CleanBrowsing
(Diese zu benützen ist natürlich eine Frage des persönlichen Glaubens und Vertrauens)
- Wir benutzen Firefox -Browserprofile mit uBlock und uMatrix.

Dies sind relativ einfach benutzbare Tools, die den Datenspur trotzdem erheblich kleiner machen.
Noch mehr wäre den Usern nicht wirklich zumutbar.

Zu der Frage, ob solche Maßnahmen etwas erreichen können:

Es ist m. E. Frage der User-Masse:

Genauso wie sich HTTPS verbreitet hat oder TLS stets weiterentwickelt wird, sind End-to-End Messenger heute Standard und auch der EU Datenschutz wird strenger und strenger. Nächste Schritt wäre, dass die EU eigene IT / TK Infrastruktur bräuchte mit eigenen zertifizierten Lieferanten, damit die Abhängigkeit von Cisco und Huawei ein Ende hat ... Dies ist natürlich ein langer Weg.

Gr. I.
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Mitglied: 129580
24.12.2018, aktualisiert um 00:22 Uhr
Aus den Snowden Unterlagen wissen wir, dass die gesetzliche Regelung keine Rolle gespielt hat. Wo es möglich war mit dem jeweiligen TK-Dienstleister zusammenzuarbeiten, haben die Dienste den leichteren Weg gewählt, wo es aber nicht ging, haben einfach alles genommen, was technisch nur möglich war. Auch in der EU ging es so, Dank BND und CO.

Das betrifft aber nur Geheimdienste. Und dabei haben diese sich großteils an das US-Gesetz gehalten. Deshalb war die Enthüllung auch keine große Überraschung. Lediglich der Umfang war nicht bekannt. Auch wurde erstmals bestätigt, dass die NSA die Maßnahmen nicht nur genutzt hat, um Terrorismus vorzubeugen und zu verhindern, sondern dass auch Verbündete gezielt spioniert wurden und das auch Wirtschaftsspionage betrieben wurde. Ebenso wurde durch Snowden aufgeklärt, dass die gesammelten Daten durch die NSA teilweise durch die Spione missbraucht wurden. Ansonsten hat sich der Geheimdienst an die Gesetze gehalten.

Auch die Firmen müssen sich an die Gesetze halten und auch die Regierungen. So gab es ja den Rechtsstreit von MS mit der US-Regierung um die Aushändigung von Daten die in europäischen Rechenzentren gespeichert wurden. Entweder MS hätte sich in der EU strafbar gemacht oder in den USA. Das Gericht hat MS recht gesprochen. Daraufhin wurde durch die US-Regierung das CLOUD Act eingeführt. Und dies besagt, dass US-Firmen nur Daten aus europäischen Rechenzentren an die US-Behörden überliefern darf, sofern es ein entsprechendes Abkommen mit der EU gibt. Und das gibt es IMHO derzeit noch nicht. Deshalb darf Amazon auch nicht einfach mal so auf die Server von ihren Kunden zugreifen....

Beim Rest stimme ich dir grundsätzlich zu aber....

- Facebook, Amazon, Google sind gelöscht worden

wird vermutlich nicht ausreichen. Wie aus dem Facebook Skandal bekannt wurde, werden ja auch Nicht Mitglieder getrackt. Und ansonsten wird die Datenquelle woanders bezogen z.B. durch deine Freunde, die ein Account auf einer dieser Dienste hat. Angenommen du hast kein WhatsApp, dein Freund allerdings schon, dann wird das Adressbuch von deinem Freund an die Server von Facebook geschickt und schon hat FB deine Kontaktdaten. Ebenso kannst du nicht verhindern, dass irgendein Freund ein Bild postest, wo du auch drauf zu sehen bist.
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