gelöst Wie am Besten meine Wohnung mit Ethernet ausstatten?

Mitglied: leanderto

leanderto (Level 1) - Jetzt verbinden

17.10.2020 um 12:07 Uhr, 600 Aufrufe, 12 Kommentare

Hallo,

im November wechselt meine WG von Kabel-Internet zu DSL.
Wir haben in der Wohnung keine Ethernet-Anschlüsse in den Zimmern und bei der Gelegenheit wollte ich den Pfusch gerne in was ordentliches verwandeln.

Wir haben den Anschluss direkt neben der Eingangstür. Es sind drei Zimmer (die haben nur Gipswände zum Flur) und das Wohnzimmer (keine Tür dazwischen) mit Buchsen zu versehen.

Mein bisheriger Plan:
- Router mit einem Switch verbinden.
- Davon gehen dann 4 Kabel ab (3 für die Zimmer und 1 fürs Wohnzimmer.)
- Die Kabel dann schön an der Deckenecke durch einen Kabelkanal an die gewünschten Stellen führen.
- Für die 3 Zimmer würde ich dann auf beide Seiten der Gipswand je eine Aufputzdose packen und diese durch die Wand miteinander verbinden. Dann hat jeder Mitbewohner genau eine Buchse im Zimmer zur Verfügung.
- Das gleiche für das Wohnzimmer, nur halt ohne eine Wand zu durchbohren.

Da fallen mir jetzt aber ein Paar Probleme auf:
- Es wäre doch schön zwei Buchsen im Zimmer zu haben -> Mehr Kabel -> Irgendwann wird's eng im Kabelkanal (und am Switch) und es erscheint mir wieder etwas "pfuschig".
- Ist die Geschwindigkeit denn voll nutzbar, wenn im Endeffekt alle Geräte der Wohnung an nur einem Router-Port hängen?
- Wie genau soll ich das mit den Dosen durch die Wand machen?

Da ihr sicher mehr Erfahrung mit sowas habt, wollte ich hier mal nach weiterem Input fragen. Über Ideen würde ich mich sehr freuen!

Liebe Grüße,
Leander
Mitglied: aqui
17.10.2020, aktualisiert um 12:24 Uhr
Dein genereller Plan der Verkabelung ist absolut richtig.
Es wäre doch schön zwei Buchsen im Zimmer zu haben -> Mehr Kabel
Das würde auch mit einem Kabel gehen. Du könntest eine sog. "Sparverkabelung" machen indem du jeweils nur 4 Adern des 8 Ader Kabels auf eine Doppeldose legst. Damit hättest du dann 2 Ports pro Zimmer.
Vorteil: Nur ein einziges Kabel pro Zimmer
Nachtzeil: Bandbreite ist auf 100Mbit begrenzt.
Wenn dein Internet Anschluss nicht schneller als 100Mbit/s ist das ggf. tolerable. Musst du entscheiden... Ansonsten hilft nur 2tes Kabel verlegen. Ggf. kann man hier Flachkabel nehmen was man bequem und unauffällig hinter der Fussleiste, Parkettritze usw. verlegen kann:
https://www.amazon.de/15m-CAT-Netzwerkkabel-Flach-Flachbandkabel-wei&szl ...
Ist die Geschwindigkeit denn voll nutzbar, wenn im Endeffekt alle Geräte der Wohnung an nur einem Router-Port hängen?
Welche Geschwindigkeit meinst du denn genau ? Bei Verbindungen im internen LAN z.B. der Geräte untereinander und auf ein gemeinsames NAS z.B. ja, da hast du Wirespeed.
Ins Internet gibt dir ja dein Provider Anschluss und dessen Geschwindigkeit logischerweise die maximale Bandbreite vor, welche ja in der Regel weit unter den im LAN üblichen 1 Gig liegt.
Diese einfache Logik sollte auch ein Laie verstehen ?!
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Mitglied: IT-Prof
17.10.2020 um 13:50 Uhr
Hänge dich einfach in jedes Zimmer ein managbares poe-powerd Switch.

Die Unifi in Wall HD haben AC Wave2 WiFi und 4x Gigabit Ethernet mit PoE. Lassen sich so wohl auf die Wand, als auch auf die Unterputzdose montieren.
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Mitglied: mayho33
17.10.2020 um 14:58 Uhr
Hi,

Ist Kabel ein Muss? 1 Kabel pro Zimmer erscheint mir so oder so zu wenig, auch 2, wenn man bedenkt dass zum Laptop oder PC eventuell noch das Tablet, Mobile, ein Smart-TV, usw dazu kommt.

Ich würde mir einen guten WLan-Router besorgen und an einer zentralen Stelle in der Wohnung aufstellen. Von deinem Modem zum Router brauchst du genau 1 Kabel. Der Rest wird mit WLan angebunden.

Kaum Arbeit, Die Kosten sind überschaubar, wenn man bedenkt, dass das Kabelmaterial auch was kostet und man ist nicht beschränkt was die Mobilität angeht.
Außerdem können moderne WLan-Router mit 802.11n bis zu 600Mbit/s übertragen. Das sollte dich sicher reichen

Grüße!
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Mitglied: chkdsk
17.10.2020 um 21:14 Uhr
Auch wenn der ein oder andere damit schlechte Erfahrungen gemacht hat, (und ich spreche jetzt in dem Fall nicht von mir) kann ich dir Powerline mal ans Herz legen. Damit verwendest du deine vorhandenen Stromleitungen für die Datenübertragung. Ich habe damit bis heute sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Qualität der Übertragung ist aber abhängig von der Qualität deiner Stromleitungen. Es gibt unterschiedliche Hersteller, TP-LINK oder Devolo wären da bspw. ein paar Kandidaten. Powerline gibt es in unterschiedlichen Preisklassen und ist in den meisten Fällen Hersteller unabhängig einsetzbar.
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Mitglied: Razer1
19.10.2020 um 10:10 Uhr
Ich kann von PowerLine nur abraten. Selbst mit einer "guten" Verbindungsqualität gibt es immer wieder unerklärliche Abbrüche und dann fängt die Sucherei an.

Dann besser eine gute WLAN Lösung in Verbindung mit einem Kabel pro Zimmer für PC etc.
Das WLAN reicht erfahrungsgemäß auch für hohe Bandbreiten. Ich habe über einen 4x4 MiMo AC AP selbst 500Mbit ohne Probleme voll benutzen können. (Über Stockwerke hinweg) - reicht also dicke für alles an Streaming. Und alles was untereinander 1Gbit braucht, wird per LAN Verbunden.
Zur Not tut es auch ein kleiner Switch im Zimmer, denn in den seltensten Fällen wird 1Gbit durchgehen gebraucht. Ansonsten geht natürlich auch ein 10GB Netz, für die Uplinks zum zentralen Switch. Ist aber auch deutlich teurer. (Alternativ auch 2.5G, ist preislich jedoch recht identisch)
Siehe Netgear GS110MX-100
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Mitglied: aqui
19.10.2020, aktualisiert um 10:30 Uhr
Das WLAN reicht erfahrungsgemäß auch für hohe Bandbreiten.
Nein das ist unrealistisch und solche Aussagen sind eher falsch und laienhaft. Jeder Netzwerker weiss das die verfügbare WLAN Bandbreite durchgehend dynmisch und zudem massiv vom Aufstellungsort der APs, der Leistungsfähigkeit der Clients und ganz besonders vom baulichen Umfeld abhängt.
Da das immer sehr individuell und sehr spezifisch je Standort ist, ist es fatal solche unreflektierten Pauschalaussagen zu tätigen. Zudem über ein Forum wo man diese vorliegende Individualsituation ja unmöglich beurteilen kann. Von der WLAN Auslastung am individuellen Standort durch Nachbarnetz bzw. andere User im Funkspektrum einmal gar nicht zu reden. 500 Mbit über mehrere Stockwerke z.B. in einen Stahlbeton Hochaus mit zig Usern im HF Spektrum ist wohl eher ein Märchen. Ganz besonders wenn billige Consumer Hardware ala NetGear und Co verwendet wurde. Vermutlich wurden dann auch nur die ausgehandelten Datenraten beim Access über das OS ausgelesen die völlig fiktiv und irrelevant sind, da sich Connect Raten im WLAN dynmisch im Minutentakt verändern.
Generell sind dynamische Infrastrukturen wie WLAN oder Power LAN immer kontraproduktiv wenn es um verlässliche Bandbreiten.
Der Tip mit dem Switch, sei es Multigigabit oder nicht, ist da weitaus sinnvoller weil man dort immer verlässliche Bandbreiten hat. Letztlich gibt es zum Kabel dann keine Alternative wenn Performance Priorität hat.
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Mitglied: Razer1
19.10.2020, aktualisiert um 15:29 Uhr
@aqui du hast natürlich Recht. ;)

Ich bin leider von einem recht ländlichen Umfeld ausgegangen. Dort ist sowas weniger ein Problem.
Es wäre nur eine Option wenn es günstig bleiben soll und Primär nicht Latenz und 1gbit gefordert ist. im besten fall kann man natürlich auch alles aufwendig vermessen.
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Mitglied: aqui
19.10.2020, aktualisiert um 17:04 Uhr
Dort ist sowas weniger ein Problem.
Da hast du natürlich Recht. Auf der einsamen Bergalm oder hintern Deich da hat man noch alle (WLAN) Freiheiten !

Da sollten für den TO nun alle Fragen geklärt sein und hoffentlich reichts dann bei ihm noch zu einem
https://administrator.de/faq/32
um den Thread hier dann zu schliessen.
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Mitglied: mayho33
29.10.2020 um 10:14 Uhr
Zitat von aqui:

Das WLAN reicht erfahrungsgemäß auch für hohe Bandbreiten.
Nein das ist unrealistisch...
...500 Mbit über mehrere Stockwerke z.B. in einen Stahlbeton Hochaus mit zig Usern im HF Spektrum ist wohl eher ein Märchen.

Da gebe ich dir natürlich recht. Der TO hat aber schon beschrieben wie er lebt. In einer Wohnung mit Rigips-Wänden. Meine Wohnung ist genau so aufgebaut und WLan funktioniert überall gut innerhalb der WHG. Und das mitten in einer Großstadt. Einzig im WC ist es etwas lahm. Da halte ich mich aber nicht so lange auf.

Meine Frage ist halt ob der Aufwand extra Kabel zu verlegen lohnt, wo doch eher mobile Geräte gefragt sind. 1gb Durchsatz an jedem Endgerät ist auch nicht notwendig. Zum Stramen am Mobile reichen auch 100mbit satt. Zumindest wenn nicht UHD gestreamt wird. Da ist oft eh eher die Hardware der Flaschenhals.
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Mitglied: IT-Prof
29.10.2020 um 11:02 Uhr
Wenn du am Lokus keine niedriglatenten 5 Gbit hast, dann bist Du ein Amateur.
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Mitglied: mayho33
29.10.2020 um 13:13 Uhr
Zitat von IT-Prof:

Wenn du am Lokus keine niedriglatenten 5 Gbit hast, dann bist Du ein Amateur.

Muss man deswegen gleich beleidigen werden?
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Mitglied: IT-Prof
29.10.2020, aktualisiert um 13:52 Uhr
Dann von mir aus 10 GBit.

Mein Ehevertrag regelt 30 MBit auf Toilette und Garten wegen Netflix usw...
Bitte warten ..
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